Geburtstag Christoph Waltz

Christoph Waltz


Quelle: Youtube.com  

Name:
Christoph Waltz
Geburtsdatum:
04.10.1956
Land:
Österreich
Infos:
Film, TV
 
Christoph Waltz (* 4. Oktober 1956 in Wien) ist ein deutsch-österreichischer Schauspieler, Regisseur, Synchronsprecher und zweifacher Oscar-Preisträger.

Weltweite Bekanntheit erlangte er durch seine schauspielerischen Darstellungen des SS-Standartenführers Hans Landa im Film Inglourious Basterds (2009) und des Kopfgeldjägers Dr. King Schultz in Django Unchained (2012), beide unter der Regie von Quentin Tarantino. Für beide Rollen erhielt Waltz jeweils den Oscar als bester Nebendarsteller und mehrere andere Auszeichnungen.

Waltz ist der Sohn des Bühnen- und Kostümbildnerehepaares Johannes Waltz und Elisabeth Urbancic; seine Mutter stammt aus Österreich, sein Vater aus Deutschland. Johannes Waltz starb 1964, als Christoph Waltz acht Jahre alt war. Bereits seine Großmutter Maria Mayen und der Stiefvater Emmerich Reimers seiner Mutter waren Schauspieler am Burgtheater in Wien. Vater des Letzteren war der Schauspieler Georg Reimers.

Als Schüler besuchte er das Theresianum im Wiener Gemeindebezirk Wieden und wie seine beiden Brüder Martin und Johannes das Gymnasium Billrothstraße 73 in seinem Heimatbezirk Döbling, wo er auch maturierte. Ursprünglich wollte Waltz Kameramann werden, da ihn die Technik interessierte. Seiner eigenen Aussage nach sei er nur „mangels anderer Ideen zum Film gekommen“. Später studierte er Schauspiel am Max- Reinhardt-Seminar und am Lee Strasberg Theatre Institute in New York. 1977 stand er erstmals in seiner Heimatstadt auf der Theaterbühne. Es folgten Theaterengagements in Zürich und Köln. Er spielte außerdem in Frankfurt am Main, Hamburg, Salzburg und Wien. 1982 erhielt er den renommierten O.-E.-Hasse-Preis. Seit Ende der 1970er-Jahre wirkte er in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen mit und übernahm Episodenrollen in den Krimiserien Derrick, Der Alte, Schimanski, Kommissar Rex, Polizeiruf 110, Rosa Roth, Unter Verdacht, Der letzte Zeuge, SOKO Rhein-Main und Stolberg.

In der hundertsten Folge von Der Alte (Titel: Zwei Leben) schoss er den Hauptermittler Köster (Siegfried Lowitz) an, der an den Folgen am Ende der Serie starb. Als Nachfolger trat Rolf Schimpf in dieser Rolle auf.

2009 spielte Waltz den SS-Standartenführer Hans Landa in Quentin Tarantinos Film Inglourious Basterds. Für die Rolle des Hans Landa erhielt Waltz 2009 und 2010 mehrere Auszeichnungen als Bester Nebendarsteller, darunter den Golden Globe Award, den Screen Actors Guild Award, den British Academy Film Award und den Oscar. Damit wurde 48 Jahre nach Maximilian Schell, der 1962 den Oscar als Bester Hauptdarsteller für Urteil von Nürnberg gewonnen hatte, erstmals wieder ein deutschsprachiger Schauspieler von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences geehrt. Bereits im Mai 2009 war Waltz mit dem Preis für den besten Darsteller bei den 62. Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet worden.

Nach dem Erfolg von Inglourious Basterds wurde der Schauspieler für weitere US- Produktionen verpflichtet; so verkörperte er in der Comic-Verfilmung The Green Hornet den Bösewicht Chudnofsky und war in dem im April 2011 angelaufenen Streifen Wasser für die Elefanten als Zirkusdirektor zu sehen.

Im März 2010 gab 20th Century Fox bekannt, dass Waltz die Regie für den Film Auf und davon übernehmen wird, an dessen Drehbuch er auch mitarbeitete. Der Film handelt vom Geschäft mit Liebesgefühlen, einem Thema, das Christoph Waltz laut Eigenaussage schon mehrere Jahre im Visier gehabt hat, und basiert lose auf dem gleichnamigen Roman von Meike Winnemuth und Peter Praschl. Außerdem spielte Waltz eine der vier Hauptfiguren in der Adaption des Theaterstücks Der Gott des Gemetzels durch Roman Polanski.

2012 stand Waltz für Tarantinos Film Django Unchained vor der Kamera. In dem Western spielt er den deutschen Kopfgeldjäger Dr. King Schultz. The Hollywood Foreign Association nominierte Waltz für einen Golden Globe in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“, den er bei der 70. Golden Globe-Verleihung 2013 erhielt. Damit gewann Waltz zum zweiten Mal in einer von Tarantino besetzten Rolle den Golden Globe als bester Nebendarsteller. Außerdem gewann Waltz für diese Rolle seinen zweiten Oscar. Christoph Waltz ist erst der zweite Schauspieler nach Dianne Wiest, der in zwei Filmen desselben Regisseurs (Quentin Tarantino) jeweils den Oscar gewann. Bei Dianne Wiest war es Woody Allen.

Am 16. Februar 2013 durfte Christoph Waltz als erster Gastgeber mit deutscher Muttersprache durch die legendäre US-amerikanische Comedyshow Saturday Night Live führen. Im selben Jahr wurde er in die Jury der 66. Filmfestspiele von Cannes berufen, im Jahr darauf in die Jury der 64. Berlinale. 2013 inszenierte er in Antwerpen mit dem Rosenkavalier erstmals eine Oper. Am 3. März 2014 übergab Waltz den Oscar für die Beste Nebendarstellerin an Lupita Nyong’o. Am 1. Dezember 2014 bekam Waltz einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Es ist der Stern mit der Nummer 2536 (6667 Hollywood Blvd.). Am 4. Dezember 2014 wurde Christoph Waltz auf der offiziellen Pressekonferenz des 24. James-Bond-Films Spectre als Darsteller für eine der Hauptrollen, Franz Oberhauser, vorgestellt.

2018 wurde er in die Wettbewerbsjury der 75. Internationalen Filmfestspiele von Venedig berufen. Das 2020 erschienene Kurzform-Serienformat Most Dangerous Game ist sein erstes amerikanisches Serienprojekt.


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10.04.2022

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